Sie sind hier: Startseite // Neuigkeiten // Aktuelles zur SNC

SNC-OWL Aktuelles zur SNC

Liveupdate vom 06.06.2014

Mit der Bereitstellung des 21. Liveupdates vom 12.12.2017 (5.3.4 Build 1429) wird die neue Version des MySQL-Servers Version 5.6.38 bereitgestellt.

Alle Neuerungen und Verbesserungen entnehmen Sie dem im Liveupdate enthaltenden Wartungstexten oder hier [260 KB] .

Wie bekomme ich meine Gläubiger-ID?

In genau sechs Monaten tritt das neue SEPA-Lastschriftverfahren in Kraft. Wer daran teilnehmen will muss eine Gläubiger-Identifikationsnummer besitzen. Doch woher und wie bekommen Sie diese Nummer?
Die Deutsche Bundesbank hat auf Ihrer Internetseite einen Link veröffentlicht unter dem Sie Ihre Gläubiger-ID beantragen können. Jedes Unternehmen, jeder Verein und jede Institution, die SEPA-Lastschriften durchführen will, benötigt eine solche eindeutige Nummer. Wir empfehlen diese Gläubiger-ID sofort zu beantragen. Sie ist die Voraussetzung um in Office Line oder Classic Line das SEPA-Lastschriftverfahren vorzubereiten.
In Verbindung mit der sogenannten Mandatsreferenz-Nummer ist künftig jede Lastschrift europaweit eindeutig zu identifizieren. Die Mandatsreferenz wird durch Office Line und Classic Line bei der Anlage eines neuen SEPA-Mandates automatisch vorgeschlagen – denn sie muss eindeutig sein. Kann eine Lastschrift nicht ausgeführt werden erhalten Sie die Mandatsreferenz als Kennzeichen von Ihrer Bank zurück. Außerdem erhalten Sie einen Fehler-Code warum die SEPA-Lastschrift nicht erfolgreich war. Gläubiger-ID, Mandatsreferenz-Nummer, Betrag und Ausführungsdatum sind dem Schuldner vor jeder Lastschrift mitzuteilen.
Die Bundesbank weist auf Ihrer Webseite darauf hin, dass “mit der Zuteilung einer Gläubiger-Identifikationsnummer (…) keine Zulassung zum Einzug von Lastschriften im SEPA-Lastschriftverfahren verbunden (ist). Diese kann nur durch das kontoführende Kreditinstitut des Antragstellers erfolgen.” Daher sollten Sie unmittelbar nachdem Sie die Gläubiger-ID beantragt haben den Weg zu Ihrer Bank antreten. Für SEPA-Überweisungen ist keine Gläubiger-ID erforderlich.

Das IBAN-Service-Portal vom Bank-Verlag

Der Bank-Verlag in Köln hat ein IBAN-Service-Portal eingerichtet, das Unternehmen bei der Umstellung Ihrer Bankverbindungen nach IBAN und BIC unterstützt. Das Live-Update für die Sage New Classic 2014, das Mitte September 2013 erschienen ist, enthält einen Assistenten, der Daten für dieses IBAN-Service-Portal bereitstellt und die konvertierten Daten importieren kann.
Wer viele Bankverbindungen für seine Debitoren oder Kreditoren angelegt hat, der steht nun vor der Herausforderung, diese bis zum 31.1.2014 alle zu prüfen und zu konvertieren. Leider kann der IBAN-Assistent der Classic Line / Sage New Classic hier nur eingeschränkt helfen. Denn es gibt über 40 vom Standard abweichende Konvertierungsregeln. Die Banken haben diese der Bundesbank erst im Frühjahr 2013 gemeldet. Außerdem benötigt man einen aktuellen Stand aller Bankleitzahlen für die Konvertierung der BIC.
Der Bank-Verlag in Köln hat deshalb ein IBAN-Service-Portal eingerichtet. Hier können Sie Ihre Bankverbindungen als Datei hochladen. Das Ergebnis wird Ihnen ebenfalls als Datei geliefert. Sind bei der Konvertierung Fehler aufgetreten, sind diese dokumentiert. Für alle korrekt konvertierten Bankverbindungen können Sie die IBAN und BIC in die Sage New Classic 2014 mit Hilfe unseres Assistenten importieren.
Die Nutzungsbedingungen für das IBAN-Service-Portal entnehmen Sie bitte der Webseite des Bank-Verlages.

Wie erstellt man eine korrekte SEPA-Mandatsreferen

In gut drei Monaten wird der bisherige deutsche Zahlungsverkehr eingestellt. Dann gilt nur noch das neue SEPA-Regelwerk. Unternehmen, die Lastschriften von Ihren Kunden einziehen, stellt das vor besonders große Herausforderungen. Denn selbst Mitarbeiter der Banken wissen teilweise nicht, was hierbei zu beachten ist. Dies gilt vor allem für die neue Mandatsreferenz.
Die Deutsche Bundesbank schreibt auf Ihrer Internetseite zur Mandatsreferenznummer folgendes: “Die Mandatsreferenz ist ein vom Zahlungsempfänger individuell vergebenes Kennzeichen eines Mandats. Die Mandatsreferenz darf bis zu 35 alphanumerische Stellen lang sein und dient in Kombination mit der Gläubiger-ID (ohne die in dieser Nummer enthaltene Geschäftsbereichskennung) der eindeutigen Identifizierung des dem Lastschrifteinzug zugrunde liegenden Mandats. Eine Mandatsrefernznummer sollte immer nur einmal vergeben werden, da die Geschäftsbereichskennung der Gläubiger-Identifikationsnummer nicht als Unterscheidungsmerkmal herangezogen werden kann.”
Diese Beschreibung ist leider nicht ganz vollständig. Es fehlt der Hinweis, dass die Mandatsreferenznummern gemäß der ZKA-Spezifikation (ZKA = Zentraler Kreditausschuss) nur bestimmte Zeichen enthalten dürfen. Umlaute, Leerzeichen und viele Sonderzeichen wie >, <, eckige und geschweifte Klammern oder das %-Zeichen sind verboten. Wer sich also Gedanken macht, wie er seine Mandatsreferenznummer individuell zusammen setzt, muss sich vorher über den zulässigen Zeichensatz informieren.
Ein zweiter wichtiger Hinweis fehlt ebenfalls in der Darstellung der Bundesbank. Gemäß einer im Oktober 2012 vom Bankenverband herausgegebenen Informationsschrift (“Für 2014 auf SEPA vorbereiten”, Seite 14) soll die Mandatsreferenz “in Verbindung mit der Gläubiger-Identifikationsnummer das jeweilige Mandat eineindeutig” bezeichnen. Der Begriff “eineindeutig” ist hierbei besonders hervorzuheben. Leider empfehlen einige Bankberater ihren Kunden nämlich noch immer, doch einfach die Kundennummer als Mandatsreferenz zu verwenden. Diese Nummer allein kann jedoch niemals eineindeutig sein. Denn ein Kunde kann mehrere SEPA-Mandate für unterschiedliche Leistungen oder Konten erteilen. Neben dem klassischen Dauermandat gibt es auch noch Einmalmandate, die nur für einen Vorgang gelten. Und außerdem soll es ja gelegentlich vorkommen, dass Kunden ihre Bankverbindung wechseln.
Ein Mandat, das schon benutzt wurde, darf nicht mehr gelöscht werden. Dies entspricht §147 AO (Abgabenordnung) zur Aufbewahrung von Handels- und Geschäftsbriefen. Ein Mandat gilt ab der Unterschrift mit all seinen Attributen für den gesamten Lebenszyklus. Das heißt, eine Änderung darf nicht vorgenommen werden und wenn doch, dann muss eine neue Version angelegt werden, um die bisherigen Informationen zu archivieren. SEPA-Lastschriften können bis zu 13 Monate nach ihrer Ausführung vom Schuldner zurück gefordert werden, wenn die Formalien dafür nicht eingehalten wurden. Nicht genutzte Mandate verfallen automatisch nach 36 Monaten, wenn sie nicht zwischenzeitlich genutzt wurden. All diese Fristen gilt es zu beachten. Deshalb muss jedes Mandat eineindeutig gekennzeichnet sein, um es identifizieren zu können. Und das geschieht eben durch die Mandatsreferenz.
Aus diesem Grund hat auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände jüngst in einem Rundschreiben an ihre Mitgliedsverbände (Anschreiben_BDA_SEPA) darauf hingewiesen, dass bei der Vergabe der SEPA-Mandatsreferenz besondere Sorgfalt zu wahren ist. “Unternehmen sollten sich daher genau über die Möglichkeiten der Mandatsreferenznummer-Zuordnung bei den Herstellern der genutzten Buchführungssysteme informieren.”

00001509